Die Herstellung von Butter war früher Frauensache. Dazu füllten die Bauersfrauen die frisch gemolkene Milch in flache Schalen, in der sich nach kurzer Zeit an der Oberfläche der frischen Milch der Rahm absetzte. Er wurde abgeschöpft und in ein Butterfass umgefüllt. Darin wurde der Rahm solange mit einem Stößel gestampft, bis sich das Milchfett von der Flüssigkeit abgesetzt hatte.
Erst ab dem Jahre 1877 wurde dieses Verfahren der Buttergewinnung durch die Erfindung der „Zentrifuge“ nach und nach abgelöst. Bei der weiteren Produktion wird nun unterschieden, welche Art von Butter d.h. Süßrahm- oder Sauerrahmbutter gefertigt wird.
Süßrahmbutter: Für diese sehr gängige Buttersorte wird der Rahm bis zu 20 Stunden kühl gelagert, bis sich Fettkristalle bilden und dann durch Schlagen und Kneten die Süßrahmbutter entsteht. Die nussig-milde Süßrahmbutter erinnert in ihrem Geschmack leicht an Schlagobers.
Sauerrahmbutter: Für die zart-säuerlich schmeckende Butter werden dem Rahm Sauermilchkulturen zugesetzt. Die Rahmreifung erfolgt bei Temperaturen um 15°C. Danach wird aus dem sorgfältig gereiften Rahm ebenfalls durch Schlagen und Kneten die beliebte Sauerrahmbutter erzeugt.
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